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04/2011


DGP und GABA verleihen „DGP meridol Preis 2011“

4 wissenschaftliche Arbeiten in Baden-Baden ausgezeichnet


Im Rahmen ihrer Jahrestagung hat die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DGP) zusammen mit GABA – Spezialist für orale Prävention – zum achten Mal den „DGP meridol Preis“ verliehen.




In der Kategorie „Klinische Studien“ zeichnete die international besetzte Jury Dr. Amelie Bäumer (Heidelberg) und Kollegen mit dem ersten Preis aus. Die Forscher befassten sich mit patientenbezogenen Risikofaktoren für Zahnverlust bei aggressiver Parodontitis nach aktiver Parodontaltherapie und wiesen unter anderem nach, dass eine entsprechende Nachsorge durch unterstützende Parodontaltherapie ein Wieder-auftreten der aggressiven Parodontitis verhindern kann.


PD Dr. José Roberto Gonzales (Giessen) und sein Team erhielten den zweiten Preis für ihre Arbeit zu einem neuartigen Ansatz, den antibakteriellen Wirkstoff Chlorhexidin kontrolliert in entzündeten Zahnfleischtaschen freizusetzen. Der Einsatz so genannter Chlorhexidin-Chips im Rahmen der Behandlung von Parodontitis verbesserte die klinischen Parameter und führte zu einer Reduktion der Bakterien, die maßgeblich für die Entwicklung und den Verlauf einer chronischen Parodontitis verantwortlich sind.


In der Kategorie „Grundlagenforschung“ erhielten Dr. Arne Schäfer (Kiel) und Kollegen den ersten Preis. Sie fanden heraus, dass einer der genetischen Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen, nämlich CDKN2BAS, in verschiedenen europäischen Bevölkerungsgruppen im Zusammenhang mit aggressiven Formen der Parodontitis steht und durch bakterielle Infektionen aktiviert wird.

Der zweite Preis ging an die Forschergruppe um Prof. Dr. Jörg Eberhard (Hannover) für ihre Untersuchung verschiedener Stämme des Bakteriums Aggregatibacter actinomycetemcomitans, das eine zentrale Rolle in der Entstehung einer Parodontitis spielt. Die Gruppe zeigte, dass je nach eingesetztem Stamm unterschiedlich starke Immunantworten von Gewebezellen hervorgerufen werden und Prozesse der DNA-Methylierung in den Bakterien einen biologisch relevanten Einfluss auf Gewebezellen haben können.

 

01/2011


Parodontitis als Risikofaktor für den Foetus während der Schwangerschaft


Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine Verbindung zwischen der parodontalen Gesundheit der Mutter und einem niedrigen Geburtsgewicht des Kindes Besteht.


Parodontitis gilt weltweit als zweithäufigste Erkrankung der Mundhöhle. Die durch Bakterien begleitete Infektion beginnt mit lokal begrenzten Gingivopathien, welche bei Nichtbehandlung zu einer Destruktion des parodontalen Hart- und Weichgewebes führen kann. Die individuellen Auswirkungen auf den Organismus durch Sytem über-greifende inflammatorische Prozesse sind noch nicht vollständig erforscht, jedoch gilt die Parodontitis als Herzinfarkt- und Appoplexie-Risikofaktor. In dieser Studie wurde der Zusammenhang zum verringertem Geburtsgewicht von Neugeborenen untersucht.














In die vorliegende Fall-Kontroll-Studie wurden 548 Wöchnerinnen aus zwei Kranken-häuser in Bahia (Brasilien) eingeschlossen. Bei 146 Frauen lag das Gewicht des Neugeborenen unter 2500 Gramm (Fallgruppe) und bei 384 Frauen über 2500 Gramm (Kontrollgruppe). Nach der Geburt wurden die Mütter auf Parodontopathien untersucht und galten als parodontal erkrankt, wenn folgende Faktoren auf mindestens vier Zähne zutrafen: Sondierungstiefen ab vier Millimeter, klinischer Attachmentverlust von mind. drei Millimeter sowie Blutung auf Sondierung. Durch Befragung und unter Zuhilfenahme der Geburtsakten wurden folgende Parameter der Mütter erfasst: Alter, Größe, vorhergehende Erkrankungen, Familienstand, sozioökonomischer Status, Tabak-konsum und Genuss von Alkohol.

42,7 Prozent der FAllgruppe und 30 Prozent der Kontrollgruppe wiesen eine Parodontitis unterschiedlicher Ausprägung auf. Es konnte gezeigt werden, dass neben einem Alkohol- und Tabakkonsum ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der parodontalen Erkrankung und dem geringen Geburtsgewicht der Neugeborenen bestand. Das Risiko, ein untergewichtiges Kind zu gebären, war beim Vorhandensein einer parodontalen Erkrankung zweimal höher; dabei waren Frau-en mit niedriger Schulbildung besonders häufig betroffen.


Quelle: Cruz S.S., Costa Mda C., Gomes-Filho I.S., Rezende E.J., Barreto M.L., Dos Santos C.A., Vianna M.I., Passos J.S., Cerqueira E.M.: Contribution of peridontal disease in pregnant women as a risk factor for low birth weight. Community Dent Oral Epidemiol. 2009; 37:527-533.

01/2012


Patienteninformation zur neuen Gebührenordnung GOZ - Wir beantworten Fragen:


Liebe Patientinnen, liebe Patienten,


die geänderte Gebührenordnung für Zahnärzte GOZ ist seit 1. Januar 2012 in Kraft. Nach dieser GOZ werden alle zahnärztlichen Leistungen für Privatpatienten und Beihilfeberechtigten abgerechnet.

Auch als gesetzlich Versicherter erhalten Sie eine Rechnung nach GOZ, wenn Sie Leistungen in Anspruch nehmen, die Ihre Krankenkasse Ihnen nicht zur Verfügung stellt, z.B. bei höherwertigem Zahnersatz. In vielen Fällen erhält der Zahnarzt von der gesetzlichen Krankenkasse für vergleichbare Leistungen ein höheres Honorar als im Durchschnittssatz (2,3-fach) der GOZ. Ein Beispiel: Für die Vorbereitung eines stark geschädigten Zahnes mit Füllungsmaterial vor der Überkronung muss ein Zahnarzt bei einem Privatpatienten mehr als den 4,0-fachen GOZ Satz verlangen, um das selbe Honorar zu erhalten, das die gesetzliche Krankenkasse für einen gesetzlichen Versicherten leistet.

Die Gebührenordnung erlaubt ausdrücklich eine Steigerung des Gebührensatzes. der Zahnarzt hat die Pflicht, einen gemäß Schwierigkeit, des Zeitaufwandes und den Umständen bei der Ausführung adäquaten Steigerungsfaktor für jede Leistung festzulegen.


Warum eine neue GOZ?

Eine Novellierung der Gebührenordnung war überfällig. Die letzte Überarbeitung der GOZ liegt bereits 24 Jahre zurück. Die moderne Zahnmedizin wurde mit dieser Gebührenordnung schon lange nicht mehr beschrieben. Nicht nur die Materialkosten sind deutlich gestiegen, sondern auch die Anforderungen an die Verarbeitung und die ästhetischen Ansprüche der Patienten.


Wird jetzt alles teurer?

Hochwertige Dienstleistungen haben auch in der Medizin ihren Preis. Dennoch hat der Verordnungsgeber es bei dem seit 1988 unverändert geltenden Punktwert belassen, der - multipliziert mit der von der GOZ vorgegebenen Punktzahl - die Grundlage der Preisbildung für die einzelne zahnärztliche Leistung darstellt.

Dieser Punktwert beträgt nun seit mehr als 24 Jahren 5,62421 Cent. Seit 1988 ist keine Anpassung erfolgt, obwohl in diesem Zeitraum die allgemeinen Kosten für Dienstleistungen stark gestiegen sind. Gleiches gilt für Löhne und Gehälter. Auch die Prämien in der privaten Krankenversicherung wurden in diesem Zeitraum deutlich erhöht.

Alleine zwischen 2005 und 2010 stiegen so die Einnahmen der privaten Krankenversicherung um 6,3 Milliarden Euro.


Bekomme ich immer noch die beste Zahnmedizin?

Zahnmedizinische Leistungen können in Bayern auf höchstem Niveau erbracht werden. Wir klären Sie gerne über innovative Behandlungsmethoden und neue Materialien auf. Nutzen Sie das Angebot zur Information. Vereinbaren Sie mit uns die beste Lösung für Ihren individuellen Behandlungsfall.


Weiß ich, was ich bezahlen muss?

Als Patient werden Sie über die Kosten der Behandlung aufgeklärt. Diese Aufklärung erfolgt in einem Gespräch mit uns und schriftlich in einem Heil-und Kostenplan.


WICHTIG

Klären Sie vor allem bei umfangreichen Behandlungen vor Beginn der Behandlung mit Ihrer Versicherung, wie hoch die Erstattung sein wird, die Sie erhalten. Prüfen Sie in Zweifelsfällen, ob Ihnen Ihnen nach Ihrem Versicherungsvertrag nicht auch höhere Erstattungsleistungen zustehen.

02/2012


Die Praxisgemeinschaft für Parodontologie und Implantologie PD Dr. Gonzales & Dr. Engelschalk goes facebook


Liebe Patientinnen, liebe Patienten,


moderne Zeiten erfordern moderne Aktionen. So sind wir jetzt als Praxis auch auf facebook mit einer eigenen Seite vertreten. Besuchen Sie uns doch unter dem Stichwort „Praxisgemeinschaft für Parodontologie und Implantologie München“ oder verlinken Sie sich am besten gleich mit uns.


Wir freuen uns jetzt also nicht nur in der Praxis sondern auch im virtuellen Raum auf Sie!

03/2012


Die Praxisgemeinschaft für Parodontologie und Implantologie PD Dr. Gonzales & Dr. Engelschalk ist Partnerpraxis von goDentis geworden.


Liebe Patientinnen, liebe Patienten,


Die goDentis, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der DKV Deutsche Krankenversicherung AG, ist mit ihrem Franchise-konzept für Zahnärzte seit September 2004 auf dem Markt und schon jetzt der führende und größte Anbieter in diesem Bereich.

„Die eigenen, gesunden Zähne, möglichst ein Leben lang behalten!“ - Unter diesem Motto bietet das goDentis-Netzwerk professionelle Vorsorge für den gesamten Mundraum. Diese Prophylaxe mit System ist die Grundlage einer individuellen Behandlung, die zu einer Verbesserung der Gesamtgesundheit beitragen kann.

goDentis-Partnerzahnärzte bieten Ihren Patienten eine Behandlung auf höchstem Qualitätsniveau. Damit allen Patienten bundesweit ein gleich hohes Qualitätsniveau gewährleistet werden kann, orientieren sich die goDentis-Zahnärzte bei Ihrer Behandlung am goDentis-Qualitätskompendium und der goDentis-Ethikerklärung.

Alle teilnehmenden Zahnarztpraxen bringen zudem ein solides Fundament in Sachen hochwertiger und zeitgemäßer Prophylaxe mit:

- mehrjährige Erfahrung in der Zahnprophylaxe

- fortgebildete Mitarbeiter

- ein etabliertes Recallsystem

  1. -eine eigene Prophylaxeabteilung


Wir als Praxisgemeinschaft freuen uns auf die erfolgreiche Zusammenarbeit!

04/2012


PD Dr. José Gonzales erhält anlässlich des internationalen Kongresses Europerio in Wien die DGP/GABA Forschungsförderung zur klinischen Untersuchung überreicht.


Auch in diesem Jahr vergibt die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie DGP wieder Mittel zur Forschungsförderung, die vom langjährigen Partner der DGP, der Firma GABA GmbH, zur Verfügung gestellt wurden.
Die Mittel sind primär für Projekte im Bereich der parodontologischen Forschung bestimmt. Das maximal mögliche Förderungsvolumen pro Antrag beträgt hierbei 10.000,00 €.







Herr PD Dr. J. Gonzales erhält zur der Untersuchung: "Kontrollierten Analyse der Lokalwirkung einer photodynamischen Therapie unter Verwendung von Indocyaningrün (ICG) und Laserlicht bei Patienten mit chronischer Parodontitis" eine Forschungsförderung.

Somit kann das aktuelle Untersuchungsprojekt der Praxisgemeinschaft, die photodynamisch unterstützte Parodontitistherapie in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Meyle, Leiter der Abteilung für Parodontologie der Universität Giessen gestartet werden.